Was ist Asthma ?

Asthma ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung die mit wiederkehrenden Episoden von reversibler Verengung der kleinen Atemwege in der Lunge einhergeht.  Patienten mit Asthma leiden unter Atemnot, Giemen und Husten. Die Beschwerden entstehen weil:

  • Die Atemwege chronisch entzündet sind.
  • Die Lunge von Patienten mit Asthma sehr sensibel auf Reize aller Art reagiert (Allergene, kalte Luft, Rauch, etc.).

Wie häufig ist Asthma ?

Weltweit sind etwa 300 Millionen Menschen von Asthma betroffen, wobei in den letzten Jahren Asthma sowohl bei Kindern als auch  Erwachsenen häufiger wird. Es wird geschätzt, dass die Zahl der Menschen mit Asthma im Jahr 2025 ca. 400-450 Millionen betragen wird. In Österreich sind ca. 5,8 Prozent der Bevölkerung an Asthma erkrankt.

Was verursacht Asthma ?

Die genaue Ursache der Entstehung von Asthma ist unbekannt. Allergien sind in ca. 90 % der Asthma Fälle beteiligt. Als Atopiker bezeichnet man Patienten, die sehr sensibel auf Allergene in der Umwelt reagieren. Dies kann sich an der Haut oder auch als allergische Rhinitis äußern. Reagiert die Lunge auf Allergene kann es zu Atemnot kommen und man spricht von allergischem Asthma. Es finden sich allerdings auch Fälle wo Allergene als Trigger nicht eindeutige festgestellt werden können – hier spricht man vom nicht-allergischen Asthma (z.B. bei Belastung, Smog, kalte Luft, Analgetika, etc.). Asthma hat ebenso eine erbliche Komponente und wird in Familien weitergeben. Andere Risikofaktoren sind Rauchen in der Schwangerschaft oder Umweltverschmutzung.

Was ist schweres Asthma ?

Es gibt Patienten die regelmäßig Asthma-Symptome trotz laufender medikamentöser Therapie aufweisen. Hier spricht man von schweren Asthma-Verlaufsformen. Eine einheitliche Definition von schwerem Asthma gibt es nicht. Im Rahmen dieses Netzwerkes wurde im Wesentlichen zwei Fälle definiert:

  1. Eine Kontrolle der Beschwerden ist nur erreichbar durch
    1. eine Dauertherapie mit hochdosierten inhalativen Steroiden („Kortison“) in Kombination mit einem bronchienerweiternden Medikament oder
    2. Eine Dauertherapie mit oralen Steroiden (Therapie seit mindestens drei Monaten) oder
    3. Eine Behandlung mit dem Medikament Omalizumab (= ein relativ neues Medikament aus der Gruppe der Biologika)
  2. Unter Dauertherapie mit mittel- bis hochdosierten inhalativen Steroiden wurde KEINE Kontrolle der Beschwerden erzielt:
    1. Der/die Patient/in entwickelt dreimal oder häufiger pro Woche Asthmasymptome oder benötigt seine Bedarfsmedikation
    2. Aufgrund des Asthmas sind die täglichen Aktivitäten eingeschränkt
    3. Es treten Asthmasymptome in der Nacht auf
    4. Im vergangenen Jahr kam es mindestens einmal zu einem Asthmaanfall der eine Behandlung mit oralen Steroiden über mindestens drei Tage notwendig machte
    5. Der Lungenfacharzt misst eine eingeschränkte Lungenfunktion von weniger als 80% des Sollwertes für das FEV1 (Atemvolumen, das pro Atemzug maximal ausgeatmet werden kann